Ich blogg dich weg; Agnes Hammer

vom Loewe Verlag
ISBN:978-3785577066

Mobbing. Eigentlich nicht neu, aber durch die sozialen Netzwerke nimmt es ein Ausmaß an, was ich nicht gedacht hätte. Da werden (vor allem Jugendliche) in der Öffentlichkeit, gedemütigt, beleidigt und schikaniert. Traurig aber war. Das Erschreckende ist, dass es so schnell geht. Innerhalb kürzester Zeit kann man die Leute „fertig machen“.
Berichten zu folge, haben sich auch schon einige dieser Personen umgebracht. Was treibt einen Menschen dazu, sich komplett aufzugeben und auch noch das zu glauben, was im Internet über einen gesagt wird? Ich glaube, dass ist schon sehr schwer zu verstehen und vielleicht deshalb holen sich die Betroffenen keine Hilfe. Sie schämen sich und glauben, was Fremde ihnen im Internet erzählen.

Die Schattenkämpferin von Schattenwege dachte sich, dieses Thema muss behandelt und öffentlich gemacht werden. Deshalb hat sie eine Wanderbuch-Aktion gestartet. Sie war der Meinung, dass „Ich blogg dich weg“ von Agnes Hammer unbedingt von vielen gelesen werden muss. Ich kann ihr da nur zustimmen. Ob es jetzt als Grundlage für den Deutschunterricht dienen sollte, möchte ich nicht weiter ausführen. Schlecht wäre es auf jeden Fall nicht. Agnes Hammer hat mit diesem Buch auf eine ganz wichtige Sache aufmerksam gemacht, die unbedingt besprochen werden muss. Ich meine auch in meiner Schulzeit wurde gemobbt, aber nicht in diesem Ausmaß. Heute landet sofort alles im Internet bei Facebook und YouTube und wer weiß wo sonst noch.

In dem Buch geht es um eine beliebte Schülerin (Julie), die eines Tages ohne ersichtlichen Grund öffentlich im Internet gemobbt wird. Es wird ein Fake-Facebook-Profil erstellt und Unwahrheiten über sie erzählt. Zusätzlich bekommt sie anonyme Mails, in denen sie bedroht und schikaniert wird. Julie schämt sich so sehr, dass sie erst mit Niemanden über diese Sache redet, aber auch als sie es macht, kann ihr nur bedingt geholfen werden, da es rechtlich noch eine ziemlich große Grauzone gibt. Die ganzen Anschuldigen und Drohungen machen aus Julie einen Schatten ihrer selbst. Bis es fast in einer Katastrophe endet.

Obwohl Julie selber gerade schwer unter Beschuss steht, hat sie sofort einen Verdacht und nur weil diese Person nicht dem „üblichen Standards“ entspricht. Für mich war das Ende keine so große Überraschung. Ich hatte mir schon recht früh gedacht, wer dahinter steckt. Schade, dass sich dieser Verdacht dann auch bestätigte. Wer es gewesen ist und ob Julie da wieder herausgekommen ist, müsst ihr selber nach lesen.

Mel

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