WLEB fragt – Autoren antworten – Marc Gore

Mit dem Interview von Bernhard Giersche starteten wir vor einiger Zeit unsere Autorenvorstellungen. Heute geht es mit Marc Gore, dem Autor von Grindhouse Splatter weiter.
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Welches sind für dich persönlich die besten und wichtigsten Bücher, die du je gelesen hast?
Ich hab mich vor Jahren durch sämtliche Werke von Stephen King und Edgar Allan Poe gewühlt. Vor allem die Kurzgeschichten sind bei mir haften geblieben.
Welche(n) Autor/in würdest du als dein Vorbild betrachten? Was brauchst du zum Schreiben? (Musik, Umgebung…) Wer oder was inspiriert dich?
Meine Inspirationen beziehe ich in erster Linie aus blutigen B-Movies der 70er und 80er Jahre. Daraus bastle ich meinen eigenen Brei zusammen. Beim Schreiben hör ich keine Musik, meistens flimmert der Fernseher als reine Hintergrundberieselung.
Welche Rolle spielt die Familie/Freunde beim Schreiben?
Leider ist ein Großteil der Familie gegen Horror eingestellt. Ich musste immer gegen Vorwürfe ankämpfen und Diskussionen führen. Ein kleiner Teil der Verwandtschaft toleriert die Passion für das brutale Genre, teilt es aber kaum. Die meisten Freunde haben wenig Bezug zu Literatur.
Gibt es für dich Grenzen / Tabus beim Schreiben? Von was nimmst du Abstand?
Ich habe noch keine Tabus bei mir gefunden. Bisher habe ich alles ausgeschlachtet, was mir in den Sinn kam. Bei den alten Stories Chopper und Orgiastic brachte mir das Endlosdiskussionen über drastische Kindermorde in den Geschichten ein. Das war damals so um den Jahrtausendwechsel noch ein weit verbreiteter wunder Punkt bei vielen Lesern. Warum auch immer.
Wie wichtig ist für dich persönlich der Austausch mit deinen Lesern?
Sehr wichtig! Ich bin ständig an Feedbacks interessiert.
Was war die größte Herausforderung an „Grindhouse Splatter“?
Den Kontakt aufzubauen mit den Leuten, die für die Gestaltung des Booklets infrage kamen. Ein paar Comiczeichner waren in der näheren Auswahl, ein Illustrator… Irgendwo haperte es aber immer dran. Bis ich auf die Fotografin Sonja Bender stieß, deren Arbeiten teilweise auch schon im „Virus“-Magazin gedruckt wurden. Von da an ging es bergauf. Die Fotos haben das Buch wirklich zu etwas Einzigartigem gemacht.
Was ist deine Lieblingsgeschichte? Warum diese?
Nur auf „Grindhouse Splatter“ bezogen Fatal Desert genauso wie etwa Benito, das ist schwierig zu sagen. Erstere bringt diese herrlich staubige Grindhouse-Wüstenatmo rüber, und die andere ist ein recht stilvoller Slasher.
Sie spielen alle in Amerika, wieso dort? Welchen Bezug hast du zu dem Land?
Amerika hat einfach als Location ein gewisses Prestige. Alle großen Filmklassiker entstanden in den meisten Fällen dort. Dort ist es ziemlich vielfältig-Geile Palmenstrände finden sich in den Staaten genau so wie sonnenverbrannte Wüsten, außerdem die Mentalität der allgemeinen Bevölkerung mit dem liberalen Waffengesetz. Das schafft irgendwie mehr Raum für Bleigetränkte Actionplots. Wenn ich mal die finanziellen Mittel und Wege hätte, würde ich mich dort in einem der Südstaaten nieder lassen. Es ist einfach cool, was die Amis für eine allgemeine Mentalität zu Dingen wie Unterhaltungsmedien, Verbrechensbekämpfung und Waffen haben.
Welche neuen Projekte erwarten deine Leser?
Die Dreharbeiten für ein erstes Monster/Splattermovie unter meiner Mitwirkung laufen gerade. Unter dem bisherigen Arbeitstitel Diary wid mit viel Glück zum Herbst hin eine DVD erscheinen. Außerdem konnt ich eine Rolle in dem Zombiefilm Rise Of Valhalla ergattern, der in die Richtung Outpost geht mit Nazisoldaten, Zombies und blutrünstigen Wikingergeistern.
Zusatzfrage: Welches Genre würdest du nie schreiben?
Natürlich keine Heimatsachen, ha. Das Horror-Action-Fantasy-Sci Fi-Gebiet gibt noch so viel her, da brauch ich mir kein neues Betätigungsfeld suchen.
Danke für das tolle Interview und das bereitgestellte Bildmaterial 😉
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