Leseprobe: Der schwarze Fürst der Liebe

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Titel: Der schwarze Fürst der Liebe

Autorin: Pat McCraw

308 Seiten

ASIN: B00T59TAB2

Verlag: Elicit Dreams (2. Februar 2015)

Leseprobe 1:

Bartel hatte nicht erwartet, sie vor dem Haus vorzufinden. Engellin saß auf der Bank. Ein letzter Sonnenstrahl verfing sich in ihrem hochgesteckten Haar, glänzte golden und verschwand.
Warum saß sie dort in der Kälte? Wartete sie auf ihn? Sofort machte er sich Sorgen, dass sie sich unterkühlen könnte. Aber ihre grünen Augen strahlten zu ihm auf, als sie ihm eine Hand reichte, damit er ihr aufhalf. Sein Herz tat einen Satz. Er fuhr unter den Wollumhang, den sie trug, und legte den Arm sanft um ihre schlanke Mitte. Aus dem Blockhaus roch es nach Essen. So hatte er es sich immer erträumt: Eine schöne Frau, die auf ihn in einem gemütlichen Heim wartete, das wunderbar nach Fleisch duftete. Die Hunde verschwanden in den Hütten, die er ihnen für den Winter an die Hauswand gebaut und dick mit Stroh ausgestopft hatte. Er zog Engellin mit ins Warme.
»Warte!«, forderte sie kurz, nahm ihm die erlegten Kaninchen ab und hängte sie hoch unter das hervorstehende Dach. Eilig folgte sie ihm.
Es hatte sich einiges verändert, seit Engellin zu ihm gekommen war. Das Haus war nicht länger ein öder Holzschuppen mit Lager und Feuerstelle, sondern es war zu einem Heim geworden. Er spürte Engellins mahnenden Blick auf seine Stiefel. Also entschied er, sie auszuziehen. Sie nahm ihm das erdverkrustete Schuhwerk aus der Hand, bevor er es in die Ecke schmeißen konnte, und stellte es leicht seufzend neben die Tür.
Sie bewegte sich von Tag zu Tag besser und fließender. Die Heilung schritt voran. Bartel erfasste ihr herzförmiges Gesicht und küsste sie leidenschaftlich. Kaum hatte er ihre Lippen berührt, machte sich sein Schwanz in seiner Lederhose stramm. Hatte er sie zu grob gepackt? Sie versuchte ihm ständig zu vermitteln, dass er zärtlich sein sollte, jedoch, verdammt noch mal, das fiel ihm so wahnsinnig schwer. Er hatte Probleme behutsam zu streicheln. Seine Hände waren geeignet für den Kampf, für das Hämmern in seiner Schmiede, selbst für Feldarbeit – aber um zarte Frauenhaut zu verwöhnen?
Bartel betrachtete seine narbigen, wettergegerbten Pranken. Engellin nahm beide Hände sanft in ihre und küsste sie zärtlich. Das war ihm nicht recht und er zog sie fort. Er war schmutzig von der Jagd. – Sie sollte das nicht tun.
Irritiert sah er zu, wie sie erneut nach seinen Händen griff und auf ihre weichen Wangen legte. »Ich liebe den Geruch von Erde, Wald und auch Blut. Das ist schön!«
Während sie das sagte, glänzten ihre Augen und Bartel spürte, wie seine Erregung verflog und sich ein unendlich warmes Gefühl in seiner Brust ausbreitete. Sie konnte alles von ihm haben! Er würde sie immer mit Hingabe verehren – gleichgültig, was kam.

Leseprobe 2:

Volmars Auftrag von Bartel war klar. Er hatte zugesagt, also musste er der Sache mit dem Diadem nachgehen. Zugegeben, er hatte ein ungutes Gefühl dabei, zumal niemand genaue Kenntnis hatte, ob sich das wertvolle Schmuckstück überhaupt noch in Münzbachs Hand befand. Er würde es suchen und, sollte es im Besitz des Adligen sein, natürlich stehlen.

Volmar lag ausgestreckt auf dem Lager in seinem winzigen Haus. Seine langen Beine ragten über den Rand der Bettstatt. Was wusste er von Münzbach? So gut wie nichts. Er hatte lediglich dessen Küche gesehen und die freundliche Magd getroffen. Bei dem Gedanken an deren Grütze drehte sich ihm jetzt noch der Magen um. Münzbach hieß Erich mit Vornamen und war einer der zahlreichen Gutsherren im Land. Das war nicht gerade viel. Er fluchte wegen seiner Nachlässigkeit, das alte Dienstmädchen nicht umfassender ausgefragt zu haben. Vielleicht sollte er das einfach nachholen. Sie würde ihn ja wiedererkennen und bestimmt nochmals so zuvorkommend sein. Schließlich hatte er ja zwei hungrige Töchter. Er grinste grimmig, als er an die jammervolle Geschichte dachte, die er der Alten aufgetischt hatte.

Langsam erhob er sich und öffnete die knarrende Haustür. Der undurchdringliche Nebel hatte sich verzogen. Das war gut. Nun konnte er seinen Plan in Angriff nehmen. Er würde sich verkleidet und mit Asche beschmiertem Gesicht zum Gut zu begeben. Dieses Mal wollte er jedoch Waffen mitnehmen. Man wusste ja nie.

Er nahm das Brusthalfter mit den beiden gekreuzten Dolchen aus einem Versteck im Holzfußboden und schnallte es um. So gerüstet und unauffällig gekleidet machte er sich auf den Weg.

Mit gebeugtem Rücken lief Volmar erneut den gepflasterten Pfad zum Dienstboteneingang des Gutshauses und klopfte. Keine Antwort. Nur die Pferde im Stall nebenan stampften. Er versuchte es an der Stalltür. Siehe da – sie war nicht verschlossen. »Ist da jemand?«, rief er in den dämmerigen Raum hinein. Niemand antwortete. Volmar ging langsam vorwärts und fand eine Tür, die augenscheinlich zum Haupthaus führte. Er drückte vorsichtig die Klinke herunter und die Tür gab nach. Na, das war aber einfach! Die Bewohner des Guts schienen vertrauensselig oder waren nicht lange fort. Er musste sich beeilen. Das Haus in so kurzer Zeit zu durchsuchen würde nicht leicht werden.

 Inzwischen hatte er es aufgegeben gebeugt zu gehen. Wenn ihn jetzt jemand entdeckte, war es gleichgültig, wie er wirkte. Der weiß gekalkte Gang, der sich vor ihm erstreckte, gabelte sich, führte zur rechten Seite – offensichtlich der Weg zum Küchentrakt – also nahm Volmar den linken Flur. Gut geraten, dachte er, als er die Tür zur ersten Kammer öffnete. Ein Bett, ein Schrank, ein Schemel. Keinerlei Wandschmuck. Hier schlief sicher das Gesinde oder es war ein Gästezimmer. Volmar schlich weiter bis zu einer hölzernen, breiten Wendeltreppe, die in das nächste Stockwerk führte. Am Ende der Treppe war der Boden mit kostbaren, bunten Teppichen ausgelegt. Volltreffer! In diesem Trakt war er richtig. Er hielt inne und lauschte. Alles blieb ruhig.

Die am nächsten gelegene Tür war weiß gestrichen und hatte eine Menge vergoldeter Schnörkel. Das Zimmer einer Frau? Behutsam öffnete er die wertvolle Tür. Ja, dort wohnte eindeutig ein weibliches Wesen. Die Wände waren mit geschmackvollen, pfirsichfarbenen Stoffen bezogen. Das gleiche Material wiederholte sich im Betthimmel des ausladenden Bettes, das mit einer geklöppelten Spitzendecke belegt war. Zierliche helle Möbel mit goldenen Einlegearbeiten vervollständigten das vornehme Schlafzimmer. Volmar blieb einen Augenblick stehen, um das Bild in sich aufzunehmen. Das war ein Raum nach seinem Geschmack!

Zügig bewegte er sich auf den kleinen Frisiertisch zu, den ein verschnörkelter Spiegel krönte. Auf dem Schminktisch reihten sich wunderschöne Glasphiolen aus Kristall, Schminktöpfe aus Porzellan, sowie verzierte Kämme und Bürsten aneinander. Er neigte sich zu den Schubladen hinab und zog die oberste auf. Nichts. Leer. Er beugte sich tiefer um den nächsten Griff zu erreichen und fühlte ein Huschen hinter sich.

Eine scharfe Klinge presste sich unvermittelt an seine Kehle. Volmar blieb stocksteif stehen. Mit dem Messer am Hals rührte er sich nicht. Er blickte in den Spiegel, um seinen Angreifer in Augenschein nehmen zu können.

Hinter ihm stand ein junger Mann mit glänzendem, mittellangem, schwarzem Haar und blitzenden grauen Augen. Diese waren wutentbrannt und in Mordlust zusammengekniffen. »Was machst du hier, du Dieb?«, zischte er. Sein Körper drückte gegen ihn. »Suchst du etwas?«

Volmar schluckte trocken. »Ich habe mich verlaufen.« Er sah, wie beim Sprechen das Messer leicht in seine Haut schnitt. Ein dünnes Rinnsal Blut lief seine Kehle hinab. Der Kerl würde ernst machen.

»Und das soll ich dir glauben?«, höhnte Münzbach. Volmar war inzwischen klar, dass nur er es sein konnte. »Verlaufen in das Zimmer meiner toten Mutter?« Verflucht! Da hatte er sich offensichtlich wirklich verirrt, denn Münzbach würde das Diadem wohl kaum in deren Schlafzimmer aufbewahren. Oder doch?

Volmar blickte in den Spiegel und wurde sich seines Aussehens mit dem grauen Gesicht und dem schäbigen, heruntergezogenen Hut bewusst. »Herr«, sagte er demütig, »ich hatte einfach nur Hunger.«

Der Gutsherr machte mit der anderen Hand eine herrische Geste und fegte dabei unabsichtlich den alten Hut von Volmars Kopf. Sein blondes, goldenes Haar floss auf seine Schultern. Münzbach zog zischend die Luft ein. »Ich glaube hier lügt jemand!«

Erich Münzbach starrte in den Spiegel. Mit dem Einbrecher stimmte etwas nicht. Das Messer immer noch an der Kehle des Diebes, fasste er mit der linken Hand in dessen Gesicht mit den weit aufgerissenen blauen Augen. Er wischte über die Wange, strich die graue Schicht fort und enthüllte einen Streifen weißer Haut. Münzbach betrachtete ihn überrascht. Die Schönheit des Eindringlings war sogar durch die Ascheschicht auf seinem verschmutzten Antlitz erkennbar. Ohne das Messer von der Kehle des Einbrechers zu nehmen, presste er sich fester an seinen straffen, warmen Körper, fühlte des Mannes muskulöses Hinterteil durch dessen fadenscheinige Hose.

Der Dieb war in seiner Hand. Er hatte das Recht ihn zu töten. Der Mann stand weiterhin still, nur die Muskeln seiner Lenden zuckten kurz – ein Gefühl, dass Münzbach schlagartig eine Erektion bescherte. Nein, töten konnte er ihn immer noch – hinterher. Sie blickten sich im Spiegel an – ein Kampf zwischen seinen eigenen stahlgrauen und den strahlend hellblauen Augen des Eindringlings. Wer würde zuerst den Blick senken?

Münzbach fuhr mit dem Daumen über den weichen Mund des Mannes. Eine Berührung, die ihn zusätzlich erregte. Der Blonde schloss die Augen – ergab sich. Die scharfe Klinge schnitt weiterhin in seine Haut. Aus dem kleinen Einschnitt floss Blut, zog ein rotes Rinnsal in den mit Asche beschmierten Hals. Er lockerte das Messer, aber ließ es dort. Würde der Einbrecher sich wehren? Münzbach betrachtete ihn und war sich plötzlich nicht mehr sicher. Er atmete tief ein.

Mit der freien Hand griff Münzbach vorne, um die Hose des Diebes zu öffnen. Mit einem geschickten Ruck zog er das Beinkleid herunter und entblößte die Lenden. Münzbach zog die Luft durch die Zähne vor Erregung. Er blickte blitzschnell auf dem Schminktisch umher. Da stand, was er suchte. Mit einer Hand packte er die zierliche Dose und schnippte den Deckel auf. Drei Finger fuhren in die fettige Schminke…..

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Weitere Informationen könnt ihr auf dem Blog von Pat McCraw oder den Doucarns lesen. Diese sind das Hauptwerk und mehr bändige Reihe.

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