Rezension: Blackstorm – Schwere Zeiten von Manuela Fritz

Blackstorm – Schwere Zeiten
(Genre: New Adult)

Autorin: Manuela Fritz

ca. 268 Seiten

ISBN: 978-3946204152
ASIN: B06W5KG2SP

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Kurzbeschreibung:
Kann die Liebe Hoffnung bringen?
Ein Schicksalsschlag zwingt Mila dazu ihren Traumjob aufzugeben und nach Fort Myers ins elterliche Hotel zurückzukehren. Obwohl sie sich aufopfernd um ihren jüngeren Bruder kümmert, entfernt er sich Stück für Stück von ihr. Immer öfter greift Ryan zum Alkohol und ist in Schlägereien verwickelt, sodass sie nicht nur einmal im Sheriff´s Office antanzen muss.
Über Jahre hinweg stellt Mila ihre eigenen Wünsche zurück, bis ein Fremder ihr endgültig die Augen öffnet. Doch nach einer heißen Nacht ist der Mann einfach verschwunden, und lässt sie mit einem Versprechen zurück …

Gastrezension von „someone“

Die Gefühle des Lesers fahren während des Buches genauso Achterbahn, wie die der Protagonisten. Bei Mila und ihrem Bruder Ryan schlägt das Schicksal gleich doppelt zu. Ihre Eltern sterben bei einem tragischen Verkehrsunfall. Nur Ryan und sein Pferd Blackstorm überleben. Damit übernimmt Mila plötzlich die Rolle der Erzieherin. Selbst noch gezeichnet von dem Verlust, tritt sie in die Fußstapfen ihrer Eltern. Doch leider schlägt Ryan mehr als einmal über die Strenge. Schlägereien, Alkoholkonsum und die Verschlossenheit ihres Bruders tragen nicht zu Milas eigenem Wohlbefinden bei. Jeder Versuch es Ryan rechtzumachen schlägt fehl. Leider leidet auch Milas Liebesleben.
Erst als Ryan in der Schule dem neuen Mitschüler Brandon über den Weg läuft, der gegen Ryans rücksichtslose Verschlossenheit immun zu sein scheint, kommt er aus seinem Schneckenhaus langsam heraus. Doch über den Unfall und was wirklich geschehen ist, will er selbst zehn Jahre danach immer noch nicht reden.
Mila, die eigentlich Meeresbiologin ist, steckt weiterhin zurück, bis zu jenem Tag, als sie den charismatischen Koch Damian kennenlernt. Er zeigt Mila, das sie auch noch ein Leben hat und sich nicht immer für Ryan verantwortlich fühlen muss. Sie verliebt sich nicht nur Hals über Kopf in Damian, sondern er ist sogar dafür verantwortlich, dass sie endlich ihr eigenes Leben lebt sich für ihren Traumberuf entscheidet.
Manuela Fritz hat einen tollen und sehr abwechslungsreichen Auftakt geschrieben. Man lacht, weint und fiebert förmlich mit den Protagonisten mit. Die Autorin hat einen locker leichten Erzählstil, wobei der Leser sehr gut dem Geschehen folgen kann.
Zur Blackstorm-Reihe sind bereits vor dem Prequel „Schwere Zeiten“ drei weitere Bücher erschienen, die sofort Lust auf mehr versprechen.
Ich werde sie auf jeden Fall lesen und bin schon gespannt.

Weitere Bücher zur Blackstorm-Reihe (New Adult)

Blackstorm – Zeit der Veränderung
Blackstorm – Zeit der Erinnerung
Blackstorm – Zeit der Ankunft
Blackstorm – Turbulente Weihnachtszeit (dauerhaft 99 Cent)

Moesha – Die Suche nach Glück (Liebesroman)

Rezension zu „Mandel und das Nazigold“ von Cara Roth

mandelMandel und das Nazigold
Autorin: Cara Roth

232 Seiten
ISBN-Nr. 978-1484099308 (Taschenbuch)AISN-Nr. B00CE04CNK (kindle edition)

Krimi aus Wien

 

 

 

Klappentext:
Josef Mandel ist seit zwanzig Jahren Kommissar bei der Kripo Floridsdorf. Er lebt in einem idyllischen Häuschen in einer Siedlung am Nordrand von Wien. Es gibt vier Dinge, die er über alles liebt: Seine Frau Maria, seine Arbeit bei der Polizei, gutes Essen und … seine heilige Ruhe an seinen verdienten Feierabenden. Und die sollte er doch eigentlich in der kleinen, überschaubaren Siedlung, in der er mit Maria lebt, auch bekommen, wären da nicht gewisse Nachbarn mit bizarren Verhaltensformen und Katzen, die nächtens unter seinem Schlafzimmerfenster Serenaden anstimmten. Und wäre da nicht Frau Schulz, seine Nachbarin von gegenüber, die ihre Freizeit seiner Meinung nach lieber mit Stricken oder Töpfern verbringen sollte, als den ganzen Tag in ihrem Garten herumzuwerken und dabei ihre neugierige Nase stets über die Hecke zu stecken, um in Erfahrung zu bringen, wer mit wem und warum, und vor allem ihn über seine Fälle auszuhorchen, um ihn dann abends, wenn er sein Auto vor der Einfahrt parkt, mit der Gartenschere in der Hand und der Lösung eines Mordfalles im Gepäck, zu überfallen. Mandel, der ein Freund von gutem alten Whisky und Zigarren vor dem Kamin ist und dem familiäre und gesellschaftliche Ereignisse an sich schon Gänsehaut verursachen, gelingt es aber dennoch ganz gut, den nachbarlichen Klatschgeschichten und Verstrickungen aus dem Weg zu gehen. Bis er eines schönen Tages beim Heckenschneiden ein Loch im Maschendrahtzaun, der sein Grundstück von jenem der Frau Schober, einer seltsamen, verwirrten Alten, trennt, entdeckt und sich daran macht, der Sache auf den Grund zu gehen. Denn in dem kleinen Hexenhäuschen liegt die Leiche der Alten… Mandel ist entschlossen, auch diesen – oder gerade diesen – Fall zu lösen. Bald bemerkt er, dass er sich auf eine Reise weit in die Vergangenheit begeben muss, und er macht sich an die Lektüre eines großen Bündels alter Liebesbriefe, die Frau Schober in jungen Jahren an ihren Verlobten, einem Widerständler, der von der Gestapo gefangen genommen und hingerichtet wurde, schrieb. Dabei erfährt er Dinge über seine idyllische kleine Siedlung, von denen er nicht die geringste Ahnung hatte. Das Lesen der Briefe hilft ihm, die Fäden zu entwirren, aber nur sehr allmählich entsteht ein klareres Bild über das Motiv. Dieser Fall, der Mandel persönlich sehr berührt, verändert sein Leben und vor allem die Beziehung zu seiner verhassten Hobbydetektivnachbarin, Frau Schulz, die es versteht, seine Zuneigung durch Einsatz ihrer Kochkünste, aber auch durch Einsatz ihres scharfen Verstandes zu gewinnen.

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Rezension:

Mandel und das Nazigold ist nun schon der zweite Krimi aus der Schreibfeder der Autorin, den ich nun gelesen habe. Und wieder hat sie es geschafft mich bis zur letzten Seite zu fesseln, ganz nach dem Motto: „Und der Gärtner ist NICHT immer der Mörder“ 😉
Über den Inhalt möchte ich nicht viel sagen … aber Mandel hat es gleich mit zwei Mordfällen zu tun, die sich späterhin zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Ich habe fleißig mitverdächtigt und versucht Schlüsse zu ziehen und dann war es … wirklich ein toller Schluss.
Am besten gefällt mir immer noch Josef Mandels Sarkasmus und den schwarzen Humor, den er gerne unter Beweis stellt. Ich sage dazu nur „Unterhosen im Garten“ *lach* … jeder, der das Buch gelesen hat, wird jetzt wissen, was ich meine.
Der Krimi enthält alles, was ich an einem guten Krimi sehr schätze … Humor, Spannung, Intrigen und die gehörige Portion an Verdächtigen. Und ganz besonders toll finde ich, dass es am Ende des Buches noch ein kleines Übersetzungswörterbuch Österreichische/Deutsch gibt, ebenso ein paar Rezepte aus Tabea Schulz Kochbuch … doch die alte Frau hat im Buch noch eine Menge mehr zu bieten, als nur leckere Speisen, die Josef Mandel vorzugsweise gerne verspeist 😉
Ein gelungener Krimi, der von mir die volle Punktzahl erhält.
Freue mich schon auf die nächsten Bände und die Ermittlungen von Josef Mandel.

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